Fotografie als Meditation

 

Fotografie als Meditation ist eine leise, achtsame Art des Fotografierens. Ziel ist ein bewusstes, entschleunigtes Wahrnehmen von Motiven, Schulung des fotografischen Sehens. 

Wer tiefer einsteigen möchte, kann mit der Kamera Bilder entdecken, die Botschaften für das eigene Leben enthalten. Durch die Konzentration auf ein Motiv -  ob mit einer Kamera oder mit der eigenen Aufmerksamkeit - kommt unser Kopfkarussel zum Stillstand. Die Schönheit der Natur lädt uns ein, zu verweilen, beobachten und aufnehmen. Wir sind nicht darauf aus, möglichst viele Motive abzulichten, das Gegenteil ist der Fall. Finden wir ein Motiv, schauen wir, was wir darin sehen, welche Gedanken es in uns weckt und warum. Wir betrachten es von allen Seiten. So entstehen unsere eigenen Bilder die wir verinnerlichen und die uns helfen in Zeiten von Unsicherheit und Angst, Kraft zu schöpfen. Legen wir sie dann ab in unser Tagebuch der besonderen Momente können wir immer wieder an den Ort virtuell zurück reisen.

Kameratechnik und Perfektion treten bei der Meditativen Fotografie in den Hintergrund, die fotografische Ausrüstung spielt keine Rolle. Auch das Handy ist willkommen, sofern die Onlineverbindung ausgeschaltet ist, um Ablenkungen von außen zu vermeiden.

Wir treffen uns an einem bestimmten Ort und begeben uns gemeinsam auf den Weg. Wir sind in der Natur unterwegs, jedoch nicht auf einsamen Pfaden. 
Ich lade Sie ein, begeben Sie sich mit mir auf eine Entdeckungstour. Vielleicht ist es Ihr erster Schritt in ein anderes, ein achtsames Leben. 

Meinen eigenen Weg zur achtsamen Fotografie habe ich in einem Rehaaufenthalt gefunden. Zunächst skeptisch, was es mit dieser Achtsamkeitsmeditation auf sich haben soll, die so gar nicht gelingen will, wenn der Rücken schmerzt. In vielen Gesprächen mit Mitpatienten und der psychologischen Betreuung wurde mir nach und nach bewußt, was es heißt, wenn der Volksmund davon spricht, dass man sich den Rücken krumm macht. Die Achtsamkeitsmeditation nach John Kabat-Zinn kann auch als Gehmeditation ausgeführt werden. Mit der Zeit habe ich wieder begonnen zu sehen. Und so war es nur noch ein Schritt, es auch im Bild aufzunehmen um es mitzunehmen. Daraus ist dann letztlich auch die Idee dieses Workshops entstanden.